Der erste Streckenabschnitt von der Endstation Vohwinkel führt über den Straßenraum. Die Haltestellen Bruch, Hammerstein und Sonnborn wurden im Zuge der Erneuerung der gesamten Strecke neu geplant. In Zusammenarbeit mit Prof. B. von Chamier
Statik: Arup, Düsseldorf
Bauherr:  WSW, Wuppertal
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Entwurfskonzept
Die Haltestellen Bruch, Hammerstein und Sonnborn wurden ebenso wie ihre Vorgängerbauten nach einem einheitlichen Konstruktionsprinzip geplant. Die Haltestellen sind auf den Fundamenten der alten Stationen errichtet, über der Strasse, zwischen den Häuserzeilen. Die Funktion bestimmt die Form und das Material der Haltestelle: Stahl für die Tragkonstruktion, Glas für die Außenhaut und Holz für den Bahnsteigbelag. Die neuen Treppenhäuser, ebenfall an alter Stelle errichtet, wurden soweit wie möglich verbreitert und erhielten Aufzüge. Bedingt durch die schwierigen und sehr unterschiedlichen Grundstückssituationen, musste jedes Treppenhaus individuell den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden, ohne das einheitliche Entwurfskonzept zu verlassen.

Konstruktion
Das primäre Traggerüst besteht aus den beiden über der Strasse angeordneten Portalen sowie den zwischen diesen längs verlaufenden Fachwerkträgern. Auf den Portalen ruht das Fahrgerüst, die so genannten „Rieppelträger (nach ihrem Erfinder benannt). Der über ca. 33m gespannte Fachwerkträger nimmt sowohl die Dachlasten, die an Stahlblechen aufgehängten Bahnsteige und die Fassade auf.

Gestaltung
Obwohl die städtebauliche Situation sehr beengt ist, hat man in der Haltestelle nicht das Gefühl von Enge. Die Halle ist lichtdurchflutet und strahlt, gleich einem Kirchenraum sehr viel Ruhe aus. Material und Farbgestaltung sind an die alten Stationen angelehnt. Der Stahl der Haupttragkonstruktion wurde in dem für die Schwebebahn typischen „Kölner Brückengrün“, beschichtet. Die Fassadenprofile, entsprechend dem ursprünglichen Achsmaß der alten Fassaden von 60cm, sind in einem Weißgrün leicht abgesetzt.


Dipl.-Ing. Francisco Molina, Architekt

 

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Dipl.-Ing. Francisco Molina, Architekt
Dipl.-Ing. Veronika Vogelsang, Landschaftsarchitektin